ACHIM BOOTH   LAND ART
  • Land Art Achim Booth – Zeichen 1Zeichen aus der Steinzeit 1 . Ardèche . 2019

    Kleine zerbrochene Aststücke haben sich vom Wind verblasen in Steinkuhlen gesammelt. Linien zerfurchen die glatten großflächigen Felsen wie etwas ungelenke Zeichnungen aus einer anderen Zeit und einer anderen Welt. Im Hintergrund der Lärm des Flusses, der die Felslandschaft geformt hat. Ein Geräusch von lange her, das über diese zurückliegende Zeit berichtet und noch heute hörbar ist.

    Land Art Achim Booth – Zeichen 1b
  • Land Art Achim Booth – Zeichen 4Verzweigung . Sardinien . 2019

    Die Zweige schrien nach Aufmerksamkeit. Ich suchte einen Platz, der ihre Schönheit unterstreicht. Auch die anderen wollten gesehen werden.“ Wieder einmal. Die Natur malt sich ihre Bilder selber. Alles ist schon da. Die Farben. Die Strukturen. Das Licht. Wasser. Himmel. Erde. Stein. Zweig. Blatt. Als Künstler sieht hört spürt man diese Zusammenhänge. Die Sonne hat die Zweige weiß gebrannt. Die Farben der Blätter berichten von der Reihenfolge ihres Falls. Der Zug der Wolken ändert die Temperatur der Farbe. Im Wasser spiegelt sich der abendliche Himmel und bildet den Rahmen für die weißen Adern der Äste.

    Land Art Achim Booth – Zeichen 4a
  • Land Art Achim Booth – Zeichen 6Schwebezustand . Sardinien . 2019

    Wenn sich aus einem scheinbar undurchdringlichen Geflecht auf einmal Dinge zu einer ungeahnten Leichtigkeit zusammenfügen und einen Raum beschreiben, der vorher nicht sichtbar war. Kreise wie Luftblasen, die aufsteigen, hängenbleiben, sich lösen, zu Boden sinken.
    Die innere Sprache im Künstler mag in der Übersetzung von der Suche nach diesen imaginären Räumen erzählen, von ausgelassenem Spiel, von der Umrahmung unsichtbarer Spiegel oder auch von Kindheit oder Loslassen. Dies nicht aussprechen zu müssen, lässt auch den Betrachter seinen eigenen Zugang finden. Ein Freiraum der Betrachtung, der durch die Abstraktion des Kunstwerks entsteht

    Land Art Achim Booth – Zeichen 6a